Fördervereinbarungen

Bei der konkreten Ausgestaltung des Deutschlandstipendiums lässt das Stipendienprogramm-Gesetz den Hochschulen viele Freiräume. Sie können Auswahlkriterien und Auswahlverfahren nach individuellen Gesichtspunkten beschließen.

Es ist ratsam, auch die Stipendiengeber in den Prozess mit einzubeziehen. So ist es beispielsweise möglich, dass der Förderer seine Stipendienzusage an eine Fachrichtung koppelt oder in das Auswahlverfahren eingebunden wird.

Das Servicezentrum Deutschlandstipendium hat zwei beispielhafte Muster-Vereinbarungen für eine mögliche Kooperation zwischen Hochschule und Stipendiengeber zusammengestellt, die sich individuell an das jeweilige Hochschulprofil anpassen lassen.

 

Modell 1

Der Förderer kann aktiv bei der Stipendienvergabe mitwirken und zum Beispiel selbst über Förderlaufzeit, Spendenbetrag oder Stipendienzahl entscheiden. Darüber hinaus hat er die Möglichkeit, an Auswahlverfahren teilzunehmen und später die Stipendiaten persönlich kennenzulernen. Er kann außerdem Wünsche angeben, welche Fachrichtung er mit einem Stipendium fördern will.

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Modell 2

Die Vereinbarung sieht eine Staffelung vor: Je mehr Stipendienmittel der Förderer zur Verfügung stellt, desto mehr Einfluss kann er auf die Ausgestaltung und Vergabe der Deutschlandstipendien nehmen.

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Allgemeine Fördervereinbarung

Notwendig sind solch detaillierte Vereinbarung zwischen Hochschulen und Förderern wie in Modell 1 und 2 allerdings nicht. Es reicht auch, die Fördervereinbarung knapp zu halten und sich auf die wesentlichen Punkte (Anzahl der Stipendien, Dauer der Förderung etc.) zu konzentrieren.

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Hinweise zu den Fördervereinbarungen

Umfang der Förderung/Bezeichnung der Stipendien

Das Deckblatt der Fördervereinbarung sollte alle wichtigen Informationen zu den Vertragspartnern sowie zur Anzahl, Dauer und Höhe der Stipendien enthalten. Ein Deutschlandstipendium stiften können alle natürlichen oder juristischen Personen, die private Mittel zur Verfügung stellen. Als private Mittel im Sinne des Stipendienprogramm-Gesetzes (StipG) können jedoch auch Zuwendungen von öffentlich-rechtlichen Einrichtungen gelten, beispielsweise Sparkassen, Gemeinden oder Kammern. Entscheidend ist die private Herkunft der Mittel.

Der Mindestbetrag pro Stipendium liegt bei 150 Euro pro Monat. Sind die Vorgaben des Stipendienprogramm-Gesetzes erfüllt, bezuschusst der Bund diesen Förderbetrag mit weiteren 150 Euro. Es ergibt sich daraus ein monatliches Stipendium von 300 Euro. Die private Förderung kann 150 Euro auch überschreiten. Der staatliche Zuschuss beträgt jedoch maximal 150 Euro.

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Wünsche des Förderers

Das Stipendienprogramm-Gesetz (StipG) und die entsprechende Durchführungsverordnung (StipV) erlauben es, dass Förderer ihre Stipendienzusage mit einer Zweckbindung hinsichtlich der Fachrichtung oder des Studiengangs versehen. Andere Bedingungen, etwa das Vorliegen besonderer sozialer oder persönlicher Umstände der Antragsteller (zum Beispiel familiäre Herkunft, Migrationshintergrund, Behinderung) können als Wünsche des Förderers bei der Zuordnung der einzelnen Stipendiaten
berücksichtigt werden. Möglich ist auch eine aktive Einbindung von Förderern in das Auswahlverfahren (beratend) sowie eine Kontaktaufnahme zwischen Stipendiaten und Förderern.

Die Gewährung des Stipendiums darf allerdings nicht von einer Gegenleistung der Stipendiatin oder des Stipendiaten abhängig gemacht werden (beispielsweise einer Arbeitnehmertätigkeit oder der Ableistung eines Praktikums).

Um den entstehenden Aufwand für die Koordination solcher Angebote zu steuern, wäre es außerdem denkbar, größeres Engagement stärker zu belohnen, indem beispielsweise die Einbeziehung von Förderern in Auswahlverfahren von der Zusage einer Mindestzahl von Stipendien oder einer Mindestdauer abhängig gemacht wird.

Die Gestaltungsmöglichkeiten können dazu beitragen, dass ein Engagement im Rahmen des Deutschlandstipendiums für Förderer noch attraktiver wird, etwa weil sie Kontakt zu begabten Nachwuchstalenten erhalten und ihnen auch über die finanzielle Förderung hinaus Praktika,Studentenjobs etc. anbieten können.

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Leistungen der Hochschule

Der Textbaustein "Leistungen der Hochschule" zählt die Verpflichtungen der Hochschulen auf, die eine Fördervereinbarung mit einem privaten Stipendiengeber eingehen. So wird sichergestellt, dass die Stipendiaten die Fördergelder erhalten und die Wünsche der Stipendiengeber eingehalten werden.

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Datenschutzhinweise

Der Datenschutz in Deutschland folgt strengen Regeln. Laut der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist eine Speicherung personenbezogener Daten wie Name, Adresse, Telefon- oder Kontonummer nicht ohne weiteres möglich. Die Betroffenen müssen jederzeit das Recht haben:

  • Auskunft darüber zu erhalten, ob und welche personenbezogenen Daten über sie gespeichert werden,
  • Auskunft darüber zu erhalten, aus welchen Quellen diese Daten stammen und zu welchem Verwendungszweck sie gespeichert werden,
  • falsche personenbezogene Daten zu berichtigen,
  • eine Übermittlung persönlicher Daten an Dritte zu untersagen,
  • eine Löschung oder Sperrung ihrer Datensätze zu veranlassen,
  • sich bei der zuständigen Aufsichtsbehörde für den Datenschutz zu beschweren.

Hinweise zum Datenschutz müssen folglich unbedingt Bestandteil einer Fördervereinbarung zwischen Hochschule und Stipendiengeber sein.

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Zahlungsweise

In diesem Abschnitt wird vereinbart, wie die Zahlung der Stipendiengelder erfolgen soll. Es besteht die Möglichkeit, die Spende in zuvor festgelegten Zeitintervallen (monatlich, semesterweise, Einmalzahlung) zu überweisen oder der Hochschule eine Einzugsermächtigung zu erteilen.

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Kontaktdaten/Ansprechpartner/Zuwendungsbescheinigung

Dieser Abschnitt enthält die Kontaktdaten des Förderers. Für Unternehmen oder Organisationen besteht hier die Möglichkeit, eine Kontaktperson anzugeben.

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Kontakt

Dr. Alexander Tiefenbacher

Servicezentrum Deutschlandstipendium
Pariser Platz 6
10117 Berlin
T 030 322982-514
F 030 322982-515

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